Gottesdienst

 

Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern.

 

Apostelgeschichte 2,46

 

 

Liebe Gemeinden,

von der jungen Gemeinde und ihrem Leben ist uns dieses Wort berichtet. Wie würde es wohl von uns und unserer derzeitigen Situation in die Geschichtsbücher aufgenommen werden? Durch die Verordnungen und Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz unserer Gesundheit werden wir gezwungen das genaue Gegenteil von dem zu tun, was die frühe Christenheit als tägliches Leben praktizierte. Seit Mitte März ist alles ganz anders geworden. Nicht Nähe, sondern Abstand ist uns verordnet. Das fordert Geduld und bringt uns zunehmend mehr Unsicherheit. Was wir in unseren Gemeinden in der Not der Vakanz in der Pfarrei Alerheim – Bühl an Gemeinsamkeit und Zusammengehörigkeit begonnen haben, darf nicht weiter vertieft und gefestigt werden. Dem Nachbarn etwas vertraulich zuflüstern, den Trauernden zum Trost in den Arm nehmen, einem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen, all das ist verboten.

 

So nach und nach gibt es aber Lockerungen und dabei sind die drohenden Gefahren noch längst nicht überwunden. Wie schnell es einen Rückfall geben kann, hat man in Deutschland vor allem bei christlichen Gemeinden gesehen. Mancherorts sind Gottesdienste zu Ursachen von Ansteckungen geworden.

 

Bei uns gibt es seit ein paar Wochen Gottesdienste mit einer Höchstzahl von Teilnehmern. Das Brotbrechen, das Heilige Abendmahl ist wegen der Infektionsgefahr ausgesetzt. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden warten auf ihr Fest der Aufnahme in die Gemeinde als erwachsene Christen. Wann dies erlaubt sein wird, ist noch nicht abzusehen. Überhaupt sind alle Planungen nur vorläufig. So ist der Gottesdienstplan in diesem Gemeindebrief wirklich nur ein Plan, der in der Hoffnung geschieht, dass alles so nach und nach zum Besten wird.

Ihr Pfarrer Rüdiger Lange